Das Institute of Science Networking hat verschiedene Projekte zum Thema eLearning durchgeführt bzw. hat sich an ihnen beteiligt. Auf der Basis dieser Ergebnisse soll im Projekt ENGINe gearbeitet werden. Die Projekte werden hier in Kürze vorgestellt:
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Innerhalb des vom BMBF geförderten Projekt physik multimedial entstand
LiLi - Links zu Lerninhalten der Physik. Diese Datenbank enthält Nachweise zu verteilten
physikalischen Lerninhalten. Die Nachweise bestehen neben dem Verweis auf die URL aus Metadaten.
Zudem ist ein Referierungssystem integriert: In drei Ebenen können die Einträge kommentiert und
bewertet werden, durch ausgewiesene Spezialisten auf dem Gebiet, durch die Person, die den Link
eingetragen hat und durch NutzerInnen der Datenbank, also Studierende und Lehrende. Neue Einträge
kann jede Person weltweit eingeben, vor der Freischaltung erfolgt eine Qualitätskontrolle. Der
Module-Raum liegt zur Zeit bei etwa 1000 Modulen. Es gibt nur einen Dienste-Anbieter, das ISN.
Die Quellen sind aber sorgfältig ausgewählt, in ihren Eigenschaften beschrieben und bewertet.
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Innerhalb von physik multimedial wurde ein eigener
Metadatensatz
entwickelt. Er basiert auf Dublin Core, Ariadne und LOM und eigenen Metadaten.
Die eigenen Metadaten beziehen sich vor allem auf die Einbettung des Objektes in einen
Lernzusammenhang. Etwa, ob eine Einleitung oder ein Glossar zum Lernobjekt vorhanden ist.
Diese Metadaten bauen auf den Ergebnissen eines Workshops auf, in dem es um die besonderen
Anforderungen von Studentinnen der Biologie an die Module des Projektes ging. Die Metadaten
wurden während der Projektlaufzeit weiterentwickelt: es wurde eine Statistik über die
Metadaten geführt, die in LiLi eingetragen wurden. Daraus konnte ermittelt werden,
welche Metadaten sehr selten oder nicht sinnvoll eingetragen wurden. Diese Felder wurden dann
adaptiv besser erläutert, zusammengefasst oder entfernt.
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Da LiLi 'handverlesene' Links enthält, wächst ihre nachgewiesene Anzahl nur langsam.
Daher wurde ergänzend eine indexierende Suchmaschine auf LiLi aufgesetzt, um viel, dafür
aber weniger präzise ausgewähltes und beschriebenes Material zusätzlich aus den Weiten des
world-wide-web nachzuweisen.
Ausgehend von den in LiLi enthaltenen Verweisen indexiert LiLi - die Suchmaschine mit einer
manuell bestimmten "Suchtiefe" für physikalische Lernobjekte wesentliche Teilbereiche des Internets.
Auf diese Weise entsteht ein Index (zur Zeit mit etwa 15.000 Objekten), dessen Signal-Rausch Verhalten sehr gut ist, in dem also nur wenig irrelevante Information enthalten ist. Innerhalb von LiLi wird dann ein Suchinterface auf diesen Index angeboten, die Ergebnisse werden mit einem einfachen Algorithmus in ihrer Relevanz geordnet (Ranking). Allerdings sind die Quellen bisher von den ja weltweit verteilten unbekannten Autoren nicht mit Metadaten versehen worden. Eine Qualitätsprüfung oder fachliche Bewertung wurde nicht vorgenommen.
Der Metadatensatz wurde bei OAi registriert und hat 42 Felder. Somit ist LiLi auch OAi
Data Provider.
LiLi für die eigene Homepage
Sie können das LiLi-Suchinterface auf Ihrer eigenen Homepage einbauen. Kopieren
Sie das folgende Skript an die von Ihnen gewünschte Stelle ins Quellskript Ihrer Webpage:
<form method="post"
action="http://www.physik-multimedial.de/lili/golili/start.php?layoutcvpmm=1"
target="lili" accept-charset="UTF-8">
<a href="http://www.lili-physik.de ">
<img src="lili-mini2.gif" border="0"
alt="LiLi" align="absmiddle"></a>
<input type="text" name="_stichw" value="" size="15">
<input type="submit" name="_suchen" value="Los">
<input type="hidden" name="such" value="1"></form>
Hier finden Sie das LiLi-Logo.
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Für das von BMBF geförderte Projekt
physik-multimedial wurde die
Lernplattform Campus Virtuell
weiter entwickelt und angepaßt als Plattform
physik multimedial.
Über das Kursmanagement können mit Passwort versehen Kurse angelegt werden, in denen Kursmaterial
abgelegt, Termine verwaltet und Wochenpläne aufgestellt werden können. Chat, Instant-Messaging,
ein Emailverteiler und ein Forum ermöglichen die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden.
Zudem können bei Bedarf die Physik-bezogenen Module von physik multimedial in die Kurse
integriert werden: die Selbstlerneinheiten, das Dozentenmodul, den Aufgabenserver,
die Didaktik und die Datenbank LiLi- Links zu Lerninhalten der Physik. Mit Selbstlerneinheiten
(SLE) können Studierende Wissen zu einzelnen Themen aus der Physik eigenständig erarbeiten,
vertiefen und festigen. Multimediale Elemente wie Animationen, Bilder und Filme dienen dazu,
die Physik zu veranschaulichen. Lehrende haben die Möglichkeit, vorhandene Selbstlerneinheiten
auf ihren Kurs zuzuschneiden, indem sie jeder einzelnen Seite einer SLE eine Relevanz für ihren Kurs
zuordnen.
Im Dozentenmodul können Lehrende Bilder und Animationen auswählen und herunterladen.
Ein Katalog und eine Volltextsuche stehen zur Verfügung. Diese Vorlesungsbausteine können in
eigene Konzepte integriert werden, um sie multimedial anzureichern. Das Dozentenmodul ist nur
für Lehrende zugänglich. Es wurde von der AG Dr. Rackwitz (Universität Hamburg) konzipiert und
von der Firma Scientec (Hamburg) technisch umgesetzt.
Über den Aufgabenserver können Rechenaufgaben und Multiple-Choice Fragen gestellt werden.
Bereits existierende Übungen können aus einem Katalog ausgewählt werden. Die Studierenden
bekommen individuelle Zahlenwerte zugewiesen, können die Aufgeban online einreichen und
erfahren sofort, ob ihre Lösung richtig ist, sofern die Lehrenden dies wünschen. Auch die
Anzahl der Lösungsversuche kann eingestellt werden. Den Lehrenden liegt eine Kursstatistik vor,
über die sie jederzeit einen Überblick über die Leistungen der Studierenden haben.
Die Entwicklung liegt in den Händen der AG Prof. Dr. Schick (Universität Rostock).
Konzepte, wie mit den Angeboten von physik multmedial gelehrt und gelernt werden kann,
findet sich unter der Rubrik Didaktik auf der Plattform. Sie werden von Dr. Petri und Prof.
Dr. Schecker (Universität Bremen) entwickelt. Bei Herrn Prof. Dr. Schecker liegt auch die
Gesamtleitung des Projektes.
Bisher sind auf der Plattform fast 7.000 Studierende und 125 Lehrenden registriert.
Im Wintersemester 2004/05 wurde die Plattform in 50 Vorlesungen eingesetzt.
Die Finanzierung durch das BMBF des Gesamtprojekts endete mit dem Jahr 2003.
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Das ISN nimmt an einem Forum EUMAX teil, welches einen Austausch von europäischen und
nordamerikanischen Studierenden der Informationswissenschaften und der Ökonomie vorbereiten will.
Dabei sollen modernste technische Möglichkeiten wie Videokonferenzen, Internetdienste und die
Nutzung von Lernplattformen und neue didaktische Konzepte wie "blended learning" die
Auslandsaufenthalte unterstützen.
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Am ISN wurde eine Diplomarbeit durchgeführt, um den Raum der physikalischen Schlüsselbegriffe
für das intelligente Auffinden von Dokumenten zu nutzen. Dazu wurden Fachbegriffe aus den
Metadaten physikalischer Publikationen extrahiert. Für die Nutzung in deinem Vorschlagssystem
wird zudem das gemeinsame Auftreten in einer Quelle vermerkt, es setzt auf der Graphendarstellung
dieser Daten auf. Die verwendeten Metadaten von etwa 150.000 Dokumenten wurden zuvor über einen
Dienst, dem das OAI Protokoll zugrunde liegt, gesammelt und in einer Datenbank zwischengespeichtert.
Eine Auswertung zeigt, dass einzelne Worte als Begriffsmuster für die gedachten Anwendungen
praktisch nicht hinreichend zu einem sinnvollen Retrieval sind. Daher wurden primär Gruppen
von zwei und drei Worten untersucht. Diese wurden mit HIlfe von statistischen Methoden, einiger
heuristischer Filter sowie Rückführung auf Wortstämme extrahiert und gruppiert. Die Begriffe
können als Ausgangsvokabular für andere Werkzeuge dienen, wie z.B. automatische Klassifikatoren
oder Vorschlagssysteme für Suchmaschinen-NutzerInnen. Für Lernobjekte wurde dies bisher noch
nicht adaptiert und angewendet.
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Aufbauend auf dem Namensraum allgemeiner und physikalischer Schlüsselbegriffe wurde eine Software
SHRIMPS von Svend-Age Biehs und Michael Schlenker, ISN, entwickelt, um Server der Physik gezielt
nach Publikationsseiten (wissenschaftlicher Publikationen) zu durchsuchen. Diese dienen als Grundlage
für einen Harvest-Gatherer,
der Dokumente und damit auch die wissenschaltlichen Publikationen einsammelt und
indexiert. Als Suchraum wurden alle Dokumente auf Webservern von Fachbereichen und
Forschungsinstituten in Deutschland gewählt. Je nach Wahl der allgemeinen und spezifisch
physikalischen Schlüsselbegriffe in den Namensräumen liefert SHRIMPS eine entsprechende
Liste relevater Publikationensseiten. Ein Filter sortiert irrelevante Publikationsseiten heraus.
Je nach Einstellung des Harvest-Gatherers lassen sich entweder große verbleibende Suchräume
oder ein kleiner Anteil an irrelevanten Dokumenten ausgehend von dieser Liste von Publikationsseiten
erreichen. Auch bei der Wahl einer großen Dokumentenmenge durch Festlegung der Suchtiefe des
Harvest-Gatherers von 2 bleibt der Anteil irrelevanter Dokumente im verbleibenden Suchraum
noch bei unter 50%.
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JEM - Joining Educational Mathematics
gehört zum eContentPlus Thematic Network, gefördert durch die
Europäische Kommission.
In diesem Netzwerk sind MathematikerInnen und EntwicklerInnen verbunden, die Techniken zur Darstellung von Mathematik im Semantischen Web bereitstellen wollen, HerausgeberInnen von Mathematik-Lerninhalten und ExpertInnen von eLearning-Anwendungen.
Während die Internetpräsenz AutorInnen und EntwicklerInnen vernetzen soll und Mitteilungen, Abstimmungswerkzeuge und Veröffentlichungen bereithält, werden in
regelmäßigen Workshops aktuelle Entwicklungen vorgestellt und diskutiert.
Letztes Update am 18.09.2007
Serverbetrieb: Institute for Science Networking, Oldenburg Redaktion: Julika Mimkes und Isabell Schaffer Impressum